Sonntag, 2. Oktober 2016

Tales of Halloween (Halloween Filmempfehlungen)

Fakten:
Originaltitel: Tales of Halloween
Länge: 98 Min.
Erscheinungsjahr: 2015
Produktionsland: USA
Regie: Darren Lynn Bousman, Axelle Carolyn, Adam Gierasch, Andrew Kasch, Neil Marshall, Lucky McKee, Mike Mendez, Dave Parker, Ryan Schifrin, John Skipp, Paul Solet
Darsteller: Grace Phipps, Lin Shaye, Booboo Stewart
Vertrieb: Splendid Film (Blu Ray)
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja

Fiktion:

An Halloween, der Nacht vor Allerheiligen, werfen sich die Kinder in der Vorstadt in Verkleidungen und ziehen los, um von den Nachbarn Süßes zu fordern, andernfalls gibt es Saures. Gerne wird dabei das eine oder andere Häuschen mit Eiern eingedeckt, was nicht jeder Bewohner sich ohne weiteres gefallen lässt. Derweil erzählen sich die älteren Jugendlichen gern Schauergeschichten, von denen manche noch am selben Abend wahr werden. Und die Erwachsenen feiern Partys, bei denen sich Kinder zuweilen als störend erweisen.

Filmbesprechung:
Anfang Oktober, der Halloween-Monat hat begonnen. Höchste Zeit sich auf das jährliche Fest der Kürbisse einzustimmen. Mittlerweile gibt es jede Menge themenbezogene Filme rund um Halloween, darunter auch viele Anthology Filme. Was "Tales of Halloween" ein wenig aus der Masse abhebt, ist die Tatsache, dass sich hier gleich ganze elf Regisseure an zehn Kurzgeschichten versucht haben. Eine übergreifende Story, die alle Kurzgeschichten miteinander verbindet, gibt es im vorliegenden Film nicht wirklich. Als verbindendes Element hat man sich eine Radio DJane ausgedacht (im Übrigen verkörpert von Adrienne Barbeau, die in John Carpenters "The Fog" ebenfalls als DJ zu sehen ist), die hin und wieder ein paar Sätze zwischen den Kurzgeschichten erzählt. Allerdings nur bei 3 oder 4 Episoden, ansonsten sind die Geschichten einfach aneinandergereiht worden.

Eines der größten Probleme von "Tales of Halloween" ist auch gleich die Anzahl der Storys, die man hier auf nicht einmal 100 Minuten verteilen wollte. Manche Episoden wirken ziemlich gehetzt oder einfach nur unspektakulär. Vielleicht hätte man sich einen Gefallen getan nur fünf Kurzgeschichten zu nehmen. Die Qualität der Storys variiert ebenfalls sehr stark. Mike Mendezs "Friday the 31th" ist eine wahre Trash-Granate, die wie ein Slasher beginnt, dann aber den Killer selber in Bedrängnis bringt. Diese Episode nimmt sich nicht besonders ernst und macht einfach nur Spaß. Auf der anderen Seite gibt es Segmente wie "Ding Dong" die absolut albern sind und wahrlich grauenhafte Schauspielleistungen zutage fördern. Insgesamt sollte man sich vor Augen halten, dass man es hier mit einer trashigen Horrorkomödie zu tun hat und nicht mit einem bierernsten Horrorfilm. Klar, manche Geschichten haben einen etwas ernsteren Grundton, sind dann andererseits wieder so over-the-top, dass man sich das Schmunzeln doch nicht verkneifen kann. Neben der oben genanten gehören noch "Grim Grinning Ghost", "The Ransom of Rusty Rex" und "Bad Seed" zu den besseren Episoden.

Bild und Ton sind für einen Film mit vergleichsweise eher geringem Budget ziemlich gut und wirken zu keiner Zeit billig. Die Set-Beleuchtung und das -Design sind ebenfalls gut gewählt und tragen zum angemessenen Halloween-Feeling bei. Mit Extras hat man dann allerdings doch etwas gegeizt und außer einer Trailershow nichts weiter beigesteuert.

Fazit:
Sollte man sehen, wenn man auf der Suche nach dem passenden Halloween Partyfilm ist. Dadurch, dass die Geschichten nie sonderlich lange dauern, ist "Tales of Halloween" kurzweilig und unterhaltsam. Für den Fernsehabend allein zu Hause sind die Storys allerdings etwas zu dünn. Insgesamt ein Anthology Film, der sicher kein Meisterstück ist, aber als Vergnügung zwischendurch ganz ok.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Samstag, 1. Oktober 2016

Ghosthouse Inc. News Oktober 2016

Der Oktober ist nicht nur der Beginn der dunklen Jahreszeit, nein, auch das größte Fest für alle Horrorfreunde steht ins Haus: Halloween. Passend dazu werden wir uns diesen Monat mal ein paar Filme anschauen, die sich thematisch in diese Richtung bewegen. Solltet ihr also noch auf der Suche nach dem richtigen Film für die kommende Halloweenparty sein, vielleicht ist ja hier genau das Richtige dabei. Morgen geht es los!

Montag, 26. September 2016

Die Munsters - Die Rückkehr der Familie Frankenstein

Fakten:
Originaltitel: The Munsters Revenge
Länge: 92 Min.
Erscheinungsjahr: 1981
Produktionsland: USA
Regie: Don Weis
Darsteller: Fred Gwynne, Al Lewis, Yvonne De Carlo
Vertrieb: Koch Media (DVD)
FSK: 6
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Unverhofft steht plötzlich die Polizei vor dem Haus der Munsters- Familie. Die Beamten nehmen Herman und Grandpa fest. Sie werden beschuldigt, mehrere Juweliergeschäfte ausgeraubt zu haben und wurden scheinbar zweifelsfrei identifiziert. Um ihre Unschuld zu beweisen, müssen die Munsters selbst Nachforschungen anstellen und kommen schon bald einer Verschwörung auf die Schliche: Der teuflische Dr. Diablo hat Roboter entwickelt, die den Munsters bis aufs Haar gleichen.

Filmbesprechung:
Das ist sie also, die DVD des letzten „The Munsters“ Film in Originalbesetzung. Zugegeben, fast Originalbesetzung. Die Rollen von Marilyn und Eddie werden von anderen Darstellern verkörpert, da die Originalschauspieler 15 Jahre nach dem Ende der Show ihrer Rollen als Kinder der Familie doch ein wenig entwachsen waren. Herman, Grandpa und Lily werden allerdings weiter von Fred Gwynne, Al Lewis und Yvonne De Carlo verkörpert. Eigentlich sollte die TV-Show mit diesem Film wiederbelebt werden, aufgrund fehlender Einschaltquoten kam es leider nie dazu.

Am Anfang des Films wirken die Gags noch ein wenig erzwungen, im späteren Verlauf wird es aber sehr abstrus und abgedreht. Also genau das, was man vom den Munsters erwartet. Das Gespann Fred Gwynne und Al Lewis läuft wieder zu alter Hochform auf und liefert eine äußerst unterhaltsame Vorstellung. Allerdings wirkt K. C. Martel als Eddie Munster ein wenig zu spießig und hat nicht viel mit Butch Patrick (dem Original Eddie) gemein. Vielleicht wurde seine Rolle auch deshalb recht klein gehalten.

Das Bild des Films geht in Ordnung, ist aber für die vorliegende Veröffentlichung nicht remastered worden. Auch die Extras fallen mit einem Trailer und einer Bildergalerie ein wenig mau aus. Das sind aber schon alle Kritikpunkte, die den Filmgenuss auch nicht weiter trügen.

Fazit:
Sollte man sehen, wenn man Fan von „Americas first family of fright“ ist, aber auch alle, die Lust auf eine leicht zu konsumierende Gruselkomödie haben, können mal ein Auge riskieren.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Dienstag, 13. September 2016

Vampyros Lesbos

Fakten:
Originaltitel: Vampyros Lesbos
Länge: 89 Min.
Erscheinungsjahr: 1971
Produktionsland: Spanien / Deutschland
Regie: Jess Franco
Darsteller: Soledad Miranda, Ewa Strömberg, Dennis Price, Paul Müller
Vertrieb: Severin (Englische Blu Ray)
FSK: 18
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Die junge Amerikanerin Lucy Westinghouse wird von rätselhaften Träumen heimgesucht, in der ihr immer eine junge, hübsche Frau begegnet. Die geheimnisvolle, sinnliche Schönheit scheint Lucy fortwährend in ihren Bann zu ziehen. Eines Tages wird sie aus geschäftlichen Gründen auf die kleinasiatischen Inseln geschickt, um das Erbe einer mysteriösen Prinzessin zu verwalten. Dort lauert eine Überraschung auf Lucy, denn die Prinzessin entpuppt sich als die Frau aus ihren Träumen. In den folgenden Tagen lernt Lucy nicht nur Schrecken, sondern auch pure Leidenschaft kennen...

Filmbesprechung:
Jess Franco war ein Regisseur, der definitiv die Gemüter spaltete. Die einen sehen seine Filme als reine Schundstreifen, die anderen vergöttern ihn als den König des Trash-Films. "Vampyros Lesbos" gilt als sein persönliches Opus Magnum und als einer der Kultfilme des europäischen Explotation-Kinos. Zudem zählt Franco definitiv zu den umtriebigsten Regisseuren seiner Zeit. Teilweise brachte er mehr als 10 Filme pro Jahr raus und kommt in seiner Karriere auf insgesamt 203 Regiearbeiten. Wer hier einen reinen Horrorfilm erwartet wird allerdings enttäuscht werden. Vielmehr ist es ein Mix aus ziemlich simpel gestrickter Vampirgeschichte, surrealen Elementen und Softsexszenen.

"Vampyros Lesbos" ist sicher kein Meisterwerk, was von manchen Menschen gerne attestiert wird. Leute, die sich auf einen Film von Jess Franco einlassen, erwarten aber sicher auch keine hoch intellektuelle Unterhaltung. Jedoch kann der Film für sich einen gewissen Reiz verbuchen. Gerade die surrealen Elemente stehen dem Film ziemlich gut und er baut eine fast schon traumartige oder psychedelische Atmosphäre auf. Man merkt "Vampyros Lesbos" zu jeder Minute an, aus welcher Zeit er stammt. Dementsprechend ist das Tempo des Films auch sehr langsam. Die Story ist recht dünn und wird von Franco ganz einfach mit viel nackter Haut gefüllt. Die Leistung der Schauspieler ist sicher nicht oscarreif, gerade aus diesem Genre ist man allerdings viel Schlimmeres gewohnt.

Das Bild wurde für die vorliegende englische Blu Ray in HD remastert, sieht für das Alter des Films unglaublich gut aus und kann mit sehr satten Farben aufwarten. Leider kann man solch positive Sachen nicht immer von der Kameraarbeit behaupten. Manche Szenen wirken absolut unscharf und verschwommen und beim Ranzoomen wackelt es oft in alle erdenklichen Richtungen. Trotz der teilweise ziemlich dilettantischen Kameraführung wurden hier des Öfteren wunderschöne Bilder eingefangen, die, mit dem Soundtrack zusammen, sehr stark zur Atmosphäre des Films beitragen. Abgerundet wird die Blu Ray mit einigen interessanten Extras zu Film, Regisseur und Schauspielern. Erwähnenswert ist noch, dass die Blu Ray nur die deutsche Tonspur beinhaltet.

Fazit:
Sollte man sehen, wenn man sich bewusst ist, worauf man sich einlässt und mit solchen Filmen etwas anfangen kann. Man sollte "Vampyros Lesbos" einfach als das nehmen, was es ist, eine Mischung aus Kunst und Trash, die ein Zeitdokument darstellt.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Freitag, 2. September 2016

It Follows

Fakten:
Originaltitel: It Follows
Länge: 100 Min.
Erscheinungsjahr: 2015
Produktionsland: USA
Regie: David Robert Mitchell
Darsteller: Maika Monroe, Keir Gilchrist, Olivia Luccardi
Vertrieb: Weltkino Filmverleih GmbH (Blu Ray)
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Nach einem Date am Strand hat Jay zum ersten Mal Sex mit ihrem neuen Freund Hugh. Danach erzählt er ihr, dass sie nun unter einem Fluch stehe. Ihm wurde es von seiner letzten Geschlechtspartnerin angehängt und er hat es nun an Sie weitergegeben. Jay wird fortan vom einem Wesen verfolgt, das immer neue Gestalten annimmt. Ihr stellt sich nun die Frage, gibt sie den Fluch ebenfalls weiter oder findet sie einen Weg "es" zu töten.

Filmbesprechung:
Der independent Film "It Follows" wurde nach seiner Veröffentlichung 2015 von einer Welle Lobeshymnen überschüttet und als das Genre-Highlight des Jahres gefeiert. Produziert mit einem vergleichsweise recht kleinem Budget, gelang Regisseur David Robert Mitchell ein Film, der seinen Hut vor den Klassikern der 70er und 80er Jahre zieht und auf der anderen Seite eine unglaublich eigenständige Produktion ist. Immer wieder begegnet man im Laufe des Films Anspielungen an bekannte Vorläufer wie "Halloween", "Nightmare on Elmstreet" und anderen. Auch die Musik von "Disasterpeace" trägt sehr viel zur Atmosphäre bei und ist eine gute Mischung aus alt und modern. Hin und wieder fühlt man sich an einen John Carpenter Soundtrack erinnert.

"It Follows" geht mit einem sehr langsamen und ruhigen Tempo voran, hält aber über seine komplette Laufzeit eine subtile und schaurige Spannung aufrecht. Auch offeriert der Film nicht immer direkte Antworten auf einige aufkommende Fragen, sondern "spricht" mehr durch seine Bilder. Das mag nicht immer einfach zu verstehen sein, passt aber zu der Subtilität der Story. Und auch sonst muss sich das Auge nicht langweilen. Die hier eingefangenen Bilder, Kamerafahrten und -einstellungen sind nicht nur unglaublich schön anzusehen, sondern auch sehr detailliert gewählt. Die Farben wirken sehr satt und die Qualität des Bildes ist exzellent.

Auffällig ist, dass man nicht genau einordnen kann, zu welcher Zeit der Film spielt. Vom Settdesign her könnte man irgendwo in den 70er oder 80er Jahren sein. Dafür sprechen die Röhrenfernseher und recht altbacken wirkenden Möbel. Einer der Darsteller ist allerdings immer wieder mit einem eBook-Reader zu sehen, was diese Vermutung dann widerlegt. Vielleicht ist diese Ambivalenz auch absichtlich gewählt, um einerseits ein Hommage an die bereits oben erwähnten Klassiker darzustellen und andererseits zu sagen, eigentlich ist es egal, zu welcher Zeit der Film spielt, dieser Fluch kann dich immer und überall treffen. Bei der sexuellen Thematik kommt einem gleich auch der Gedanke an das typische "Kein Sex vor der Ehe"-Thema, was gerade in Amerika noch immer sehr beliebt ist. Mitchell verarbeitet diesen Aspekt allerdings ohne eine Wertung vorzunehmen, was der Story sehr gut zu Gesicht steht und so den üblichen Verfall in Klischees verhindert.

Fazit:
Sollte man sehen, wenn man mal wieder Lust auf einen stylischen, subtilen und schaurigen Film hat, der eine unglaubliche Spannung erzeugt und dem Genre neues Leben einhaucht. All die Lorbeeren, die der Film geerntet hat, sind schon gerechtfertigt und man kann ihn uneingeschränkt weiter empfehlen.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Donnerstag, 1. September 2016

Ghosthouse Inc. News September 2016

Wir melden uns frisch erholt zurück aus der Sommerpause und sind bereit ein paar neue Filme für euch zu besprechen. Ab morgen geht es hier dann wieder weiter!
Eure Ghosthouse Inc. Team

Montag, 1. August 2016

Ghosthouse Inc. News August 2016

Ghosthouse Inc. verabschiedet sich ab heute in die Sommerpause. Der August wird also ein reviewfreier Monat werden. Ab September sind wir dann allerdings wieder in alter Form für euch da. Bis dahin wünschen wir euch einen erholsamen und hoffentlich auch sonnigen August!
Euer Ghosthouse Inc. Team