Donnerstag, 9. Juni 2016

Wenn die Gondeln Trauer tragen

Fakten:
Originaltitel: Don't look now
Länge: 110 Min.
Erscheinungsjahr: 1973
Produktionsland: UK / Italien
Regie: Nicolas Roeg
Darsteller: Julie Christie, Donald Sutherland, Hilary Mason
Vertrieb: Studiocanal (Blu Ray)
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

John und Laura Baxter verlieren durch einen tragischen Unfall ihre Tochter, sie ertrinkt beim spielen im Gartenteich der Familie. Währende beide versuchen mit der Trauer fertig zu werden, ziehen sie vorübergehend nach Venedig, weil John dort für die Restauration einer Kirche verantwortlich ist. Zur gleichen Zeit treibt auch ein Serienkiller in den Kanälen der Stadt sein Unwesen. Nachdem das Ehepaar Baxter zwei ältere Damen kennenlernt, geschehen immer mehr merkwürdige Dinge.

Filmbesprechung:
"Wenn die Gondeln Trauer tragen" kann heutzutage wohl als einer der Klassiker des 70er Jahre Kinos bezeichnet werden. Wer den Film allerdings zum ersten Mal sieht und einen leicht zu konsumierenden Mystery-Thriller erwartet, der wird ziemlich enttäuscht werden. "Don´t look now", so der Originaltitel, ist ein sehr subtiler Film, der mit einem langsamen Tempo voran schreitet. Im Grunde passiert nicht sonderlich viel und es gibt keine "Jumpscare" Momente oder Ähnliches. Trotzdem schafft es Regiseur Nicolas Roeg über den gesamten Film eine unheilvolle Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Und genau diese Subtilität macht den Film besonders stark. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, kann aber nie genau sagen warum.

Nicolas Roeg arbeitete über 20 Jahre als Kammermann in England, bevor er 1970 sein Regiedebut gab. Nur drei Jahre später schuf er den Film, der zum bekanntesten in seinem Portfolio werden sollte. Selbst die Verfasserin der literarischen Vorlage des Films, Daphne Du Maurier, war begeistert und schrieb Roeg nach der Veröffentlichung einen Brief, in dem sie ihm zu seinem sehr gut umgesetzten Film gratulierte. Für viele Zuschauer war damals dann wohl auch das unerwartete und nicht gerade einfach zu verstehende Ende des Films wie ein Schlag in die Magengrube und so mancher wird sich heute noch Fragen, was das denn alles soll. Um keine Spoiler preis zu geben sei nur gesagt, "Wenn die Gondeln Trauer tragen" spielt mit vielschichtigen Zeit- und Wirklichkeitsebenen, obwohl es sich (dem Anschein nach) um eine gradlinige Erzählung handelt.

Studiocanal hat sich bei der Blu Ray Umsetzung nochmal ins Zeug gelegt. Im Vergleich mit der alten DVD Version liegen hier Welten dazwischen. Das Bild ist scharf und detailreich und die Farben satt. Allerdings gibt es hin und wieder dann doch einige Szenen die recht grobkörnig und verwaschen wirken, als wenn man diese beim Remastern vergessen hätte. Alles in allem trotzdem eine sehr schöne Umsetzung mit einigen netten Extras. Darunter gibt es neben dem Trailer auch ein paar Interviews und das Featurette "Ein Blick zurück".

Fazit:
Sollte man sehen. Auch wenn der Film sehr langsam ist und man sich nach dem ersten Durchlauf vor den Kopf gestoßen fühlt, hat "Wenn die Gondeln Trauer tragen" eine starke Anziehungskraft. Ist die anfängliche Enttäuschen abgeklungen, kommt die Neugier zurück. Man will den Film nochmal sehen, will ihn verstehen. Das bedarf aber einiger Zeit...
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Dienstag, 31. Mai 2016

Doghouse

Fakten:
Originaltitel: Doghouse
Länge: 86 Min.
Erscheinungsjahr: 2009
Produktionsland: UK
Regie: Jake West
Darsteller: Danny Dyer, Stephen Graham, Noel Clarke
Vertrieb: Splendid Film (DVD)
FSK: 18
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Um Ihren Kumpel Vince nach seiner Scheidung aufzumuntern packen ihn seine Freunde, Neil, Mickey, Matt, Patrick, Graham und Banksy, um mit ihm ein Wochenende in Moodly zu verbringen. Ein Dorf, in dem statistisch auf jeden männlichen Einwohner vier Frauen kommen. Doch dort angekommen merken sie recht schnell, dass das vermeintliche Paradies sich als bestialisches Höllenloch entpuppt. Ein von der Armee freigesetzter Virus hat alle Ladys in garstige Männer fressende Furien verwandelt. Verbarrikadiert im örtlichen Spielzeugladen nehmen die Männer den Geschlechterkampf auf - und dieser ist blutig...

Filmbesprechung:
Regiseur Jake West macht sich immer mehr. War sein Film "Evil Aliens" von 2005 noch eine Trashgranate für Genre-Fans, konnte der Film trotzdessen das Potenzial von West erahnen lassen. Der nachfolgende "Punpkinhead 3 - Ashes to ashes" setzte diesen Eindruck fort, auch wenn es sich nur um ein TV-Film mit entsprechendem Budget handelte. Mit "Doghouse" hat der Regiseur seinen derzeitigen Höhepunkt erreicht. Der Film ist keineswegs billig produziert und macht einfach nur spaß!

Klar kann man sich bei Zombiefilmen die Story schon grundlegend vorstellen, aber "Doghouse" setzt mit seiner Geschichte endlich mal wieder neue Akzente auf den mittlerweile doch recht ausgetrampelten Pfaden des Genres. Die Idee, dass sich nur die Frauen in Zombies verwandeln und es auf die Männer abgesehen haben, dürfte geschlechterübergreifend für Schmunzler sorgen. Die Gags sind zwar allesamt recht simpel gestrickt, aber wer sich einen Film wie "Doghouse" ansieht müsste wissen worauf er sich einlässt und erwartet sicher kein intelektuell hochanspruchsvolles Arthaus-Kino.

Den Schauspielern merkt man an, dass sie beim Dreh ordentlich Spaß hatten. Außerdem handelt es sich hier um größtenteils erfahrene brittische Schauspieler, auch wenn ihr Bekanntheitsgrad sich hierzulande wahrscheinlich in Grenzen halten dürfte. Mit dabei ist auch, wie schon in "Evil Aliens", Englands "B-Movie-Queen" Emily Booth, die man in ihrer Rolle als "Snipper" allerdings nur am Anfang des Films erkennt. Insgesamt also eine gute und solide Besetzung.

Fazit:
Sollte man sich ansehen, denn mit "Doghouse" liefert Jake West ein wahres Gerne-Highlight ab. Eine unterhaltsame "ZomCom" für den Videoabend allein oder mit Freunden. Absolute Empfehlung!
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 9. Mai 2016

Die Schlangengrube und das Pendel

Fakten:
Originaltitel: Die Schlangengrube und das Pendel
Länge: 80 Min.
Erscheinungsjahr: 1967
Produktionsland: BRD
Regie: Harald Reinl
Darsteller: Lex Barker, Karin Dor, Christopher Lee
Vertrieb: e-m-s (DVD)
FSK: 12
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Graf Regular wird wegen Mordes an zwölf Jungfrauen gevierteilt. 35 Jahre später erhalten der Advokat Roger Mont-Elise und die Baronesse Lilian eine Einladung ins Sandertal auf die Burg des Grafen. Der Weg dorthin führt durch gespenstische Wälder hin zu den Ruinen des Schlosses, genauer gesagt direkt in dessen Folterkammer. Dort wird die Wiederbelebung von Graf Regular vorbereitet.

Filmbesprechung:
"Die Schlangengrube und das Pendel" ist der einzige deutsche Beitrag zur Gothic-Horrorwelle der sechziger Jahre. Eigentlich geplant als Start einer neuen Filmserie, nachdem die "Edgar Wallace" und "Karl May" Reihen auch außerhalb von Deutschland ein riesiger Erfolg wurden. Leider blieb der Erfolg des Films an den Kinokassen aus und somit wurden keine weiteren Teile der Serie mehr realisiert. Schade eigentlich, denn "Die Schlangengrube und das Pendel" ist ein wirklich guter Gruselfilm. Natürlich bietet das Werk unter heutigen Standards keinerlei Schockmomente und die Pappskelette laden manchmal zum schmunzeln ein, aber eine gelungene Atmosphäre, tolle Kulissen und der Nostalgie-Faktor sorgen dafür, dass der Film einfach Spaß macht.

Lex Barker (bekannt aus den Tarzan und Karl May Filmen) wirkt wie der Typische Filmheld der sechziger Jahre, der gut gekleidete Gentlemen den nichts erschüttern kann. Und Christopher Lee gibt mal wieder seine Paraderolle als Graf, der zugegebenermaßen manchmal allerdings ein wenig gelangweilt wirkt. Lee selbst hatte ja selten gute Worte für diesen Film übrig und das, obwohl viele davon ausgehen, dass er das fertige Werk nie gesehen hat.

Ein weitere Pluspunkt des Films sind die historischen Drehorte, von Rotenburg ob der Tauber, über den Teuteburgerwald, hin zu den Externsteinen. Dazu kommen die nebligen Wälder und das wirklich gut gestaltete Innenleben des Schlosses. Die perfekte Mischung für ein leicht kitschigen alten Gruselfilm.

Fazit:
Sollte man sich ansehen, wenn man die alten Hammer und Amicus Filme mag. Nostalgiker und Freunde des gepflegten Gothic-Horrors der sechziger Jahre werden "Die Schlangengrube und das Pendel" sicher lieben. Wer allerdings sowieso nichts mit Filmen aus dieser Zeit anfangen kann, sollte auch hier die Finger von lassen. Ansonsten ist der Film ein Garant für einen kurzweiligen Gruselabend.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 25. April 2016

Horns

Fakten:
Originaltitel: Horns
Länge: 120 Min.
Erscheinungsjahr: 2013
Produktionsland: USA/Kanada
Regie: Alexandre Aja
Darsteller: Daniel Radcliffe, Juno Temple, Max Minghella
Vertrieb: Splendid Film
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Ig Perrish hat es in seiner Heimatstadt nicht einfach. Seine Freundin Merrin wurde auf brutale Weise ermordet und jeder Bewohner hält ihn für den Täter. Seine größte Zuflucht ist seit dem der Alkohol. Als er nach einer durchzechten Nacht morgens aufwacht, stellt er eine beängstigende Veränderung an sich fest, ihm wachsen Hörner. Zudem scheint ihm auf einmal jeder, mit dem er direkten Kontakt hat, die Wahrheit über ihre Sünden zu erzählen. Ig macht sich diese neue Tugend zu nutze und beginnt den wahren Mörder seiner Freundin zu suchen.

Filmbesprechung:
Alexandre Aja dürfte seit seinem 2003er Werk "High Tension" als haushoher Name in der Horrogemeinde gelten. Mit "Horns" liefert er diesmal allerdings einen Film ab, den man eher als Mischung aus Fantasy, Drama und Thirller bezeichnen kann, angereichert mit viel schwarzem Humor und einigen schrägen Ideen. Die story wirkt frisch und der Film schafft den Spagat zwischen Drama und eher unterhaltsamen Momenten ziemlich gut.

Als Haupdarsteller gewann man für "Horns" Daniel Radcliffe, dem wohl für immer die Rolle des Harry Potters anhaften wird. Man sollte ihn aber nicht zu unrecht darauf reduzieren. Radcliffe beweist hier, dass er ein ernstzunehmender und wirklich guter Schauspieler ist. An sich merkt man den meisten Darstellern an, dass sie sichtlich Spaß bei der Produktion hatten. Die schauspielerische Leistung des gesamten Casts kann sich sehen lassen und zusammen mit dem doch recht zügigem Tempo des Films verliert "Horns" nie seinen Schwung und weiß über die gesamten zwei Stunden zu unterhalten.

Das Alexandre Aja sein Handwerk versteht sieht man dem Film zu jeder Zeit an, die Kameraarbeit und Effekte sind tadelos umgesetzt. Die Story, die im übrigen auf einem Roman von Stephen Kings Sohn Joe Hill basiert, verliert sich nicht in ausgetretenen Pfaden und kann einen gewissen Grad an Eigenständigkeit für sich beanspruchen. Richtig in die Tiefe geht sie allerdings nicht, aber man bekommt eine angenehme Popcorn-Unterhaltung geboten.

Fazit:
Sollte man sich ansehen, wenn man Lust auf eine unterhaltsame und einfach zu konsumierende Drama/Fantasy Produktion hat. Allerdings will der Film trotz seiner vielen Pluspunkte nicht so recht hängen bleiben und man ist sich bewußt, dass man zwei Stunden gut unterhalten wurde, "Horns" aber keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen wird.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 18. April 2016

Enter The Void

Fakten:
Originaltitel: Enter the void
Länge: 155 Min.
Erscheinungsjahr: 2009
Produktionsland: FR
Regie: Gaspar Noé
Darsteller: Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy
Vertrieb: Alive - Vertrieb und Marketing (DVD)
FSK: 18
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Oscar lebt mit seiner Schwester Linda zusammen in Tokyo und bestreitet seinen Lebensunterhalt mit kleinen Drogendeals. Bei einem dieser Deals wird er von seinem Kunden an die Polizei verraten und im Eifer des Gefechts erschossen. Doch sein Geist ist noch nicht bereit diese Welt zu verlassen und beobachtet das Geschehen von Oben aus.

Filmbesprechung:
"Enter the void" ist ein sehr spezieller Film, der mit extrem guter Kameraarbeit und sehr gut gemachten Effekten aufwarten kann. Man sollte sich aber vor Augen halten, dass es sich um keinen "typischen" Film handelt. Den Anfang des Films erlebt man komplett aus Oscars Perspektive (POV), nach seinem Tod "schwebt" die Kamera über allem und Rückblenden sind über die Schulter von Oscar gefilmt. Und auch hier wurde sehr viel Wert auf Details gelegt. In den Anfangsszenen ist sogar das Blinzeln des Schauspielers nachempfunden worden.

Gaspar Noé dürfte Fans des härteren Kinos spätestens seit "Irreversible" ein Begriff sein und er hat sich ein wenig das Image eines "Skandalregisseurs" erarbeitet. Darum darf in "Enter the void" natürlich auch nicht die ein oder andere obligatorische "Skandalszene" fehlen. Ob diese wirklich skandalös sind und ob sie nötig sind, sei mal dahingestellt. Die Szenen wirken in dem Film irgendwie unpassend und ziemlich berechnend, als hätte Noé versucht mit der Brechstange noch etwas Provokantes einzufügen.

Der größte Makel von "Enter the void" ist allerdings seine extrem lange Laufzeit. Das ist wohl auch ein Kritikpunkt, dem sich sehr viele Andere schon angeschlossen haben. Immer wieder gibt es Momente, die sich unglaublich ziehen. Im letzten Drittel des Films gibt es einen Abschnitt in dem ein und derselbe Kameraeffekt für fast eine halbe Stunde immer wieder wiederholt wird, was eine ziemliche Langeweile aufkommen lässt. Während das darauf folgende Finale noch einmal alle optischen Register zieht.

Fazit:
Sollte man sehen, da man "Enter the void" durchaus als filmische Grenzerfahrung beschreiben kann, die optisch atemberaubende Bilder auffährt. Es ist wahrscheinlich kein Film den man sich ein zweites Mal anschaut, da er durch seine lange Laufzeit ziemlich anstrengend und nicht unbedingt kurzweilig ist, aber durchaus einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Freunde des surrealistischen Films sollte mal ein Auge riskieren.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 11. April 2016

Fragile - A Ghost Story

Fakten:
Originaltitel: Frágiles
Länge: 97 Min.
Erscheinungsjahr: 2005
Produktionsland: ES
Regie: Jaume Balagueró
Darsteller: Calista Flockhart, Elena Anaya, Richard Roxburgh
Vertrieb: Splendid Film
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Mercy Falls ist ein altes und baufälliges Kinderkrankenhaus auf der Insel Isle of Wight, das kurz vor seiner Schließung steht. Das Obergeschoss ist schon seit vielen Jahren geschlossen und auf der Station in der unteren Etage sind nur noch wenige Kinder untergebracht. Hier beginnt Amy Nicholls ihren neuen Job als Nachtschwester und es dauert nicht lange, bis die ersten merkwürdigen Dinge in dem alten Gemäuer passieren. Schnell findet Amy raus, dass ihre Vorgängerin aus Angst gekündigt hat und kurze Zeit später bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Filmbesprechung:
Obwohl "Fragile" auf der englischen Insel Isle of Wight spielt, handelt es sich um eine spanische Produktion des Regieseurs Jaume Balagueró, der zwei Jahre später mit "REC" einen soliden Achtungserfolg unter Genrefreunden erzielen konnte. "Fragil" bietet zwar mit Calista Flockhart auch einen bekannten Namen und kann ein ausgezeichnetes Setting vorweisen, trotzdem überzeugt der Film leider nicht. Zu sehr ist "Fragile" in einer 0815 Geisterhausgeschichte festgefahren, die man schon gefühlt 1.000 Mal gesehen hat.

Eines der größten Probleme des Films ist auch gleich die Hauptdarstellerin. Vielen sicher noch bekannt als TV Anwältin Ally McBeal, ist sie der bekannteste Name im Cast. Ihre Darbietung ist allerdings so "over-the-top", dass man bereits nach kurzer Zeit genervt von ihr ist. Sicher, sie soll einen verletzlichen Charakter darstellen, aber nach spätestens zehn Minuten hat man keine Lust mehr sich dieses übertrieben weinerliche Schauspiel anzusehen. Flockhart ist hier definitiv falsch besetzt.

Auch Spannung will nicht so recht aufkommen. Nicht einmal die für das Genre schon typischen "Jumpscares" sind hier vorhanden, bzw. verfehlen ihre Wirkung komplett. Wirklich schade, denn die Kulisse des alten Krankenhauses ist sehr gut gemacht und sorgt für eine schöne Atmosphäre und auch die Effekte sind (abgesehen von einem CGI Effekt, den man sich hätte sparen können) sehr gut gemacht.

Fazit:
Sollte man sich nicht ansehen, weil der Film trotz der gegebenen guten Basis nicht sein volles Potential ausschöpft und einfach nur Langeweile verbreitet. Das letzte Drittel über hofft man wirklich nur noch, dass es endlich vorbei ist. Und die Auflösung der Geschichte ist dann schon fast lachhaft.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 4. April 2016

The Hills Have Eyes

Fakten:
Originaltitel: The hills have eyes
Länge: 86 Min.
Erscheinungsjahr: 1977
Produktionsland: USA
Regie: Wes Craven
Darsteller: Michael Berryman, Virginia Vincent, Robert Houston
Vertrieb: Marketing Film (Blu Ray)
FSK: 18
Ungeschnitten: Ja


Fiktion:
Familie Carter ist auf dem Weg in den Urlaub nach Kalifornien, als sie im Niemandsland mitten in der Wüste einen Autounfall haben. Da Hilfe nicht in Sicht ist, macht sich Vater Bob zu Fuß auf den Weg die Tankstelle zu erreichen, die sie vor einigen Meilen passiert haben. Der Rest der Familie bleibt am Wohnwagen zurück und bemerkt gar nicht, dass sie bereits beobachtet werden.

Filmbesprechung:
Dieses Review fällt ziemlich schwer, wenn man eigentlich ein Fan von Wes Craven ist. Sein Werk fand vor 10 Jahren neue Aufmerksamkeit, als Alexandre Aja (der unter anderem auch für die Remakes von "Maniac" und "Piranha 3D" verantwortlich war) seine Neuverfilmung veröffentlichte. Cravens Original wurde erst 2007 vom Index gestrichen und war dadurch und durch schlechtes Marketing schon fast in Vergessenheit geraten, obwohl es noch zwei Fortsetzungen gab, von denen die Letzte (Mindripper) erst 1995 erschien.

Alles in allem hat "The hills have eyes" leider nicht dem Test der Zeit stand gehalten und ist nicht besonders gut gealtert. Um so mehr stört es, dass sich das Label bei der Umsetzung der Blu Ray Disc überhaupt keine Mühe gemacht hat. Das Bild wechselt von schlechter zu absolut unterirdischer Qualität und man hat eher das Gefühl eine alte VHS zu sehen.

Die deutsche Synchronisation ist zudem ziemlich schlecht geraten und die Tonspur ist teilweise asynchron. Man sollte sich definitiv für die englische Tonspur entscheiden, die nicht so künstlich wirkt. Interessant ist, dass man im Deutschen aus den atomverseuchten Mutanten nun Außerirdische gemacht hat. Von den Dialogen an sich muss man gar nicht erst anfangen. Gleiches gilt auch für die schauspielerische Leistung. Klar haben die meisten Horror-Filme dieser Zeit keinen sonderlich guten Cast, aber "The hills have eyes" nimmt sich dafür dann doch zu ernst, was den Film teilweise ins lächerliche zieht. Dadurch will auch keine Spannung aufkommen und streckenweise zieht sich der Film wie Kaugummi. Auch effekttechnisch wird hier nicht all zu viel geboten und Gorehounds, die sich den Film aufgrund seines Rufes anschauen, werden definitiv enttäuscht.

Fazit:
Sollte man nicht sehen, es sei denn, man ist Fan von Wes Craven. Manche Kameraeinstellungen würden in einem HD Master sicherlich gut aussehen, aber insgesamt hat der Zahn der Zeit doch sehr stark an diesem Film genagt. Es ist das junge Werk eines jungen Regisseurs, der noch Großes erschaffen sollte. Man muss leider sagen, dass dieser Bonus in die Wertung mit einfließt.
Gesamtwertung:



Filmtrailer: