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Samstag, 2. Juli 2016

Family Psycho (Masters of Horror Vol. 2 - Special)

Fakten:
Originaltitel: Family
Länge: 56 Min.
Erscheinungsjahr: 2006
Produktionsland: USA
Regie: John Landis
Darsteller: George Wendt, Meredith Monroe, Matt Keeslar
Vertrieb: Splendid Films (DVD Metalpak)
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Harold wirkt nach außen wie der nette konservative Reihenhausbesitzer von nebenan und würde sich wohl auch selbst als solchen einordnen. In Wirklichkeit ist er allerdings ein irrer Serienmörder, der seine Opfer mumifiziert, um sie dann als neue Familienmitglieder in seinem Haus aufzunehmen. Jetzt fällt sein Auge auf Nachbarin Celia. Doch erstens hat die bereits einen Mann und zweitens wird Harolds „Frau“ eifersüchtig.

Filmbesprechung:
John Landis spielt in seinem Beitrag zur „Masters of Horror“ Serie gezielt mit dem ach so perfekten amerikanischen Kleinstadtleben. Nach außen sorgt man dafür, dass der Vorgarten aufgeräumt, ordentlich und bunt bepflanzt ist, um den Schein zu wahren. In Wirklichkeit hat allerdings jeder (manche nicht nur sprichwörtlich) eine Leiche in seinem Keller. Und Landis versteht es diese Sozialkritik in eine bitterböse Satire zu verpacken und gleichzeitig Alfred Hitchcocks „Psycho“ Tribut zu zollen. Harold geht als perfekter Norman Bates durch, der in die Vorstadt gezogen ist. Diese Hommage ist anscheinend auch dem deutschen Vertrieb aufgefallen, der dem im original nur "Family" genannten Kurzfilm den reißerischeren Titel „Family Psycho“ gegeben hat.

Vom filmischen Stil her könnte der Kurzfilm auch aus den 80ger Jahren stammen. Das Setting, die Kamerafahrten, alles hat einen auffälligen retro Charme, was "Family Psycho" ungemein gut steht. Perfekt besetzt schaut man George Wendt oft schmunzelnd zu, wie er sich als verrückter Serienkiller Harold an Schulen oder im Supermarkt seine neue Familie "zusammen sucht", da alles sehr übertrieben dargestellt ist. Dazu kommt noch ein interessanter kleiner Twist am Ende.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist ziemlich gut und einem zehn Jahre alten Film angemessen. Als Bonus bekommt man auch noch ein umfangreiches und informatives "Making of". Die Aufmachung in dem Metalpak sieht zudem recht schön aus, hat aber leider auch zwei kleine Mankos. Kratzer und Dellen sieht man natürlich sofort und das schwarze Samt-Inlay sondert einen feinen Staub ab, der sich auf die Disc legt. Diese sollte man vor dem Abspielen richtig sauber machen, um den DVD-Player nicht zu verunreinigen.

Fazit:
Sollte man sehen, da „Family Psycho“ die perfekte Unterhaltung für, naja, sagen wir mal nicht unbedingt die ganze Familie ist. Zumindest aber für jeden, der einen Sinn für makaberen Humor hat.
Gesamtwertung:



Filmtrailer:

Montag, 11. April 2016

Fragile - A Ghost Story

Fakten:
Originaltitel: Frágiles
Länge: 97 Min.
Erscheinungsjahr: 2005
Produktionsland: ES
Regie: Jaume Balagueró
Darsteller: Calista Flockhart, Elena Anaya, Richard Roxburgh
Vertrieb: Splendid Film
FSK: 16
Ungeschnitten: Ja



Fiktion:

Mercy Falls ist ein altes und baufälliges Kinderkrankenhaus auf der Insel Isle of Wight, das kurz vor seiner Schließung steht. Das Obergeschoss ist schon seit vielen Jahren geschlossen und auf der Station in der unteren Etage sind nur noch wenige Kinder untergebracht. Hier beginnt Amy Nicholls ihren neuen Job als Nachtschwester und es dauert nicht lange, bis die ersten merkwürdigen Dinge in dem alten Gemäuer passieren. Schnell findet Amy raus, dass ihre Vorgängerin aus Angst gekündigt hat und kurze Zeit später bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Filmbesprechung:
Obwohl "Fragile" auf der englischen Insel Isle of Wight spielt, handelt es sich um eine spanische Produktion des Regieseurs Jaume Balagueró, der zwei Jahre später mit "REC" einen soliden Achtungserfolg unter Genrefreunden erzielen konnte. "Fragil" bietet zwar mit Calista Flockhart auch einen bekannten Namen und kann ein ausgezeichnetes Setting vorweisen, trotzdem überzeugt der Film leider nicht. Zu sehr ist "Fragile" in einer 0815 Geisterhausgeschichte festgefahren, die man schon gefühlt 1.000 Mal gesehen hat.

Eines der größten Probleme des Films ist auch gleich die Hauptdarstellerin. Vielen sicher noch bekannt als TV Anwältin Ally McBeal, ist sie der bekannteste Name im Cast. Ihre Darbietung ist allerdings so "over-the-top", dass man bereits nach kurzer Zeit genervt von ihr ist. Sicher, sie soll einen verletzlichen Charakter darstellen, aber nach spätestens zehn Minuten hat man keine Lust mehr sich dieses übertrieben weinerliche Schauspiel anzusehen. Flockhart ist hier definitiv falsch besetzt.

Auch Spannung will nicht so recht aufkommen. Nicht einmal die für das Genre schon typischen "Jumpscares" sind hier vorhanden, bzw. verfehlen ihre Wirkung komplett. Wirklich schade, denn die Kulisse des alten Krankenhauses ist sehr gut gemacht und sorgt für eine schöne Atmosphäre und auch die Effekte sind (abgesehen von einem CGI Effekt, den man sich hätte sparen können) sehr gut gemacht.

Fazit:
Sollte man sich nicht ansehen, weil der Film trotz der gegebenen guten Basis nicht sein volles Potential ausschöpft und einfach nur Langeweile verbreitet. Das letzte Drittel über hofft man wirklich nur noch, dass es endlich vorbei ist. Und die Auflösung der Geschichte ist dann schon fast lachhaft.
Gesamtwertung:



Filmtrailer: